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Himmelskugel

Aus AnthroWiki
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Die rotierende Erde im Inneren der Himmelskugel im Zeitraffer.

Die Himmelskugel ist eine gedachte Hohlkugel, in deren Mittelpunkt die Erde steht und diese mit mit großem, aber nicht näher bestimmten oder als unendlich angenommenen Durchmesser umgibt und auf der die Fixsterne dem irdischen Beobachter wie angeheftet erscheinen, weshalb sie auch als Firmament (von lat. firmamentum „Befestigungsmittel“) oder als Himmelssphäre bezeichnet wird. In den deutschen Übersetzungen der Genesis wird sie meist auch Feste (hebr. רקיע, Rakía) genannt. Sie entspricht nach mittelalterlicher Anschauung dem Kristallhimmel, der zugleich das Primum Mobile ist und als neunte himmlische Sphäre die Fixsternsphäre des Tierkreises umschließt, der die sieben Planetensphären umgibt.

Infolge der Erdrotation scheint sich die Himmelskugel um die Erde zu drehen. Die Drehachse ist die Erdachse und ihre beiden Durchstoßpunkte durch die Himmelskugel sind die Himmelspole. Die Projektion des Erdäquators auf die Himmelskugel ist der Himmelsäquator. Aufgrund der Schiefe der Ekliptik ist er derzeit um etwa 23,45° gegen die scheinbare Bahn der Sonne, d.h. den Tierkreis, geneigt und schneidet diese im Frühlingspunkt und Herbstpunkt.

Zwei Halbkugeln

Der Beobachter sieht immer nur die halbe Himmelskugel, was anhand des sich drehenden Nachthimmels schon vor Jahrtausenden klar wurde. Beide Halbkugeln sind durch den Horizont getrennt. Bei Tag und dunstiger Luft hat man aber den Eindruck, nicht genau im Mittelpunkt zu stehen, sondern unter einer flachen Schale -- was dem altbabylonischen Weltbild zugrunde liegt. Eine umfangreiche Befragung unter Schulkindern[1] in den 1950ern ergab, dass ihnen der blaue Himmel ~1 km hoch erschien, der Horizont aber 3–4 Mal weiter entfernt.

Als älteste erhaltene Darstellung des Sternenhimmels gilt die etwa 2100–1700 v. Chr. gefertigte Himmelsscheibe von Nebra aus der Bronzezeit.

Siehe auch

Weblinks

 Wiktionary: Himmelskugel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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Einzelnachweise

  1. Hochspringen Oswald Thomas: Himmel und Weltall, Paul Neff Verlag, Wien 1953


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